404 Jahre Karneval in Blankenheim

Die Jecken Böhnchen
 

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Chronik des Blankenheimer Karnevals

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Die Jecken Böhnchen

(sprich offenes "ö")

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"... Blankenheim, so berichtet die Überlieferung, hat immer zwei Jecke Böhnchen gehabt. Sie sind nie als Spaßmacher aufgetreten, sondern hatten von jeher die Aufgabe der Zugordnung."

Und nun zum Kostüm:

Jecke Böhnchen 2007

Kostümgeschichtlich entspricht es etwa der Männertracht aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Zuerst sei der markante, mit aufgestecktem Federbusch und Wappenlöwen geschmückte Hut genannt. Die rechte Seite der Hutkrempe ist nach oben geheftet. In roter Farbe, wobei die äußeren Kanten und die Ränder der Krempe mit goldfarbenen Zackenbändern eingefasst sind. Ist dieser, von breiten roten Schleifen gehaltene Hut fürwahr eine besondere Zier. Dann kommt das mit bunten Schleifchen besetzte weiße Hemd, welches außerdem noch eine rote Schärpe ziert. Um den Hals trägt das Jecke Böhnchen einen Pelzkragen, welcher in früheren Zeiten aus Biberpelz sein musste. Als nächstes sei das rote, mit einem weißen, gezackten Saumrand versehene, leicht gekräuselte Röckchen zu nennen, welches etwa bis zu den Knien geht. In die Zackendreiecke sollen frische Efeublätter genäht werden, und zwar jeweils gegeneinander in die weißen Zacken. Darunter wird eine schwarze Hose getragen, deren Beine ein breites Schleifenband ziert. Zwischen Röckchen und Hemd wird ein breiter, mit einer Wappenschnalle versehener roter Gürtel getragen. Als äußeres Zeichen ihrer Machtbefugnisse (Schutztruppe des Prinzen) werden Ihnen Säbel verliehen, die sie beim Vorspringen vor den Umzügen im Gegeneinander-Lauf kreuzen.

Hut der Jecken Böhnchen

Über die Herkunft des Namens ist nichts Eindeutiges zu sagen. Karl Otermann schreibt 1957:

"Im Orden einer Kölner Karnevalsgesellschaft vom Jahre 1950 sind figürlich die "Hellige Knäächte und Mägte" und das Gecke Bähnche" aufgenommen worden. Köln will diese Gestalt vom Gecken Berndchen herleiten. Dort wie auch in anderen rheinischen Städten war immer ein "Gecken Bähnchen" genannt, das schon früh an den karnevalistischen Umzügen teilnimmt. Von Zülpich wissen wir, daß dort bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts der Festzug der Schützenbrüderschaft vom "Pritschenmeister" oder vom "Jecke Berndche", auch "Jecke Bärche" angeführt wurde. Er hatte die Zugordnung zu überwachen, indem er auf rasselnder Säbelscheide um den Zug ritt."

Nach Johannes Becker ist von Graf Arnold II. von Blankenheim (*1546, t1614) noch zu vermerken, "daß er im Jahre 1605 Blankenheim mit Bollwerken und Bastionen befestigt und 1613 am Sonntage nach Batholomäus, als die Festungswerke vollendet waren, den sogenannten Junggesellenverein stiftete, und ihm die Hut der Stadt übergab. Die Junggesellen erhielten auch eine Uniform, die der nicht unähnlich gewesen sein soll, die heute der sogenannte Gecken-Berndchen beim Fastnachtsumzüge in Blankenheim trägt.

Dieses Datum, das Jahr 1613, kann der Karnevalsverein Blankenheim somit zu Recht als sein Gründungsdatum nennen, da nachgewiesenermaßen der Karnevalsverein aus dem Junggesellenverein Blankenheim hervorgegangen ist.

Jecke Böhnchen vorm Blankenheimer Georgstor

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Zusammenstellung: Wolfgang Doppelfeld, Thomas Bons

1992/2001

Infos und Anfragen:

karneval@blankenheim-info.de

 

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