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Hirtentor Blankenheim

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Aus der Geschichte des Ortes Blankenheim

Das Hirtentor wurde 1404 erbaut und gehörte zum inneren Burgbering

721 schenkte Bertrada von Mürlenbach, Gattin des fränkischen Königs Pippin, dem karolingischen Hauskloster Prüm eine Siedlung namens "Blancio" mit der Blankenheimerdorf gemeint war. 1112 erschien der Name Blanchinheim (Gerhardus de Blanchinheim). 1115 erbaute man die Burg auf der Felskuppe oberhalb der Ahrquelle. Die Siedlung unterhalb der Burg rund um die Ahrquelle nannte man 1341 Dahl-Blankenheim. "Blancio" ist verwandt mit dem spanischen Wort "blanco", in der mittelhochdeutschen Sprache (1100-1500) bedeutete "blancio" blank, weißglänzend. Als Lagebezeichnung für einen Ort kann man unter blank "freiliegend", "vom Wald entblößt" und "in die Ferne glänzend" verstehen. Blankenheimerdorf ist mit 555 m über N-N auf der Wasserscheide zwischen Urft und Ahr der höchstgelegene Ort in der Gemeinde Blankenheim.

Das St. Georgstor ist bedeutend jünger, es wurde 1670 als erweiterter äußerer Burgbering errichtet.

1380 erhob Kaiser Wenzel die Herren von Blankenheim in den Grafenstand. 1397 nannte eine Urkunde den Gerhard von Blankenheim als Lehnsherr des Blankenheimer Hofes in Freilingen. In einem Weistum (vermutlich aus der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts) heißt es über Rechte und Pflichten dieses Hofes: Der Blanckenheimer hoff zu freylingen partipiciert mit den nachbaren daselbst weidtgangh, hultzung und zeune und rodtbrennen, foderlauff, Arelauff und was dergleichen den hausleuthen zum besten kommen kan. 1461 ernannte Kaiser Friedrich III. Graf Dietrich III. von Blankenheim-Manderscheid zum Reichsgrafen. 1495 bestand Blankenheim außer der Burg aus 14 Familien (rund 70 Einwohner). 1530 erlaubten die Grafen Johann, Friedrich und Arnold von Manderscheid-Blankenheim dem Damian Beissel von Gymnich im Lande Blankenheim nach Erz zu graben. Sie hoben die nutzbarkeit unserer erben und der gantzer graffschafft oder landts Blanckenheim dises gewerbs hervor. Peter von Bree, Schultheiß von Blankenheim, Castor, Rentmeister zu Blankenheim, drei weitere Bürger aus Blankenheim sowie vier auswertige Gesellschafter erhalten das Recht, nach bergwercksordnung und recht einen erbstollen (zu) treiben nach ertz, bley, kupfer und sonstigem metall.

Benachbarte Herrschaften in der Eifel gerieten wegen der Grenzen ihres Landes häufig in Streit, 1535 beschuldigten die Herren von Manderscheid-Blankenheim ihren Nachbarn Robert von der Mark-Arenberg, eynen hoff an sich zu zehen, gnant Gebendall. Dieser Hof lag in unmittelbarer Nähe der Freiheit Blankenheim. Wie nahe das Arenberger Land an Blankenheim heranreichte, verdeutlicht ein Arenberger Landtweißthumb von 1548. Darin heißt es: "Meines gnädigen herren hochheit und erfzahl gehet an bey Blanckenheim in dem Dauffhauß, von dem Dauffhauß durch den Schwanen Weyer all den wassergang ab bis zu Lauffenbach über die Ahr. Die Grenze führte bis zu Lauffenbach immer inmitten der Ahr, 1551 paveite (pflasterte) Meister Theis von Blankenheim den Weg vor der Burg Arenberg. Außer Meister Theis standen zu dieser Zeit noch Maurer, Weber und Glaser aus Blankenheim als Handwerker im Dienst der Burg Arenberg. 1588 gewährte Kaiser Rudolf II. (der Ander) dem Grafen Hermann von Manderscheid-Blankenheim das Münzprivileg und Blankenheim einen Jahrmarkt auf alle Zeiten. In der Urkunde heißt es: "Von dem Goldt und Sylber Berckwerck, so sy jetzo oder könftigelich in ihren Graf- und Herrschaften finden werden, goldene und silberne Münzsorten, große und kleine, mit Umschrift, Bildnissen, Wappen und Gepräge auf beiden Seiten schlagen und münzen lassen sollen und mögen". Der Kaiser erlaubte Graf Hermann sowie seinen Erben und Nachkommen, im Dorf Blankenheim einen Jahrmarkt mit "allerhandt Waren, auch Pferd und ander Vieh für ewelich zu halten". 1590 ließ Graf Hermann in Urft einen Meilenstein aus der Römerzeit ausgraben und ihn nach Blankenheim in seine Sammlung bringen, der Stein ist nicht mehr auffindbar. Auf dem Meilenstein waren als Entfernung von Köln "XXXIX Milia passum" angegeben das sind 57,72 km und entspricht der genauen Entfernung zwischen Köln und Urft. 1618 schrieb eine Anweisung vor, dass in Freilingen der Pächter des Blankenheimer Hofes sich um einen eigenen Schäfer bemühen musste. Es hieß, dass der halffen scheffer (Schäfer des Hofmanns von Blankenheim) neit vur dere gemeynden scheefer vaeren und oich neit hynder in, benevent dere gemeynden. 1604 wurde im Arburgischen Mhänbuch (Liste der Lehnsleute) Johann Gladbach, Pastor zu Blankenheim genannt, der den Hof Gippendal zu Lehen hatte. 1601 klagte der Herr von Arenberg, dass Graf Hermann von Manderscheid-Blankenheim durch ein Landstück bei Mülheim, einen neuwen graben durch die wiesen gemacht hatte und so die Grenze zum Nachteil des Arenberger Landes verlegt habe. 1641 fand auf der Brückenpforte des Schlosses Blankenheim (vermutlich im Torbau) ein Verhör verschiedener Einwohner von Blankenheimerdorf über einen angeblich daselbst abgehaltenen "Hexentanz" statt. Schultheiß Nicolaus Eschermann und Notar Arnold Funck leiteten die Untersuchungen über das "Geschrei". Der Blankenheimerdorfer Pastor Adam Boseus führte im Ort Befragungen durch und nannte die Angelegenheit ein "Geschwätz". Der Richter verhängte über zwei Frauen eine Geldstrafe wegen ihres leichtsinnigen Redens. 1663 teilte man dem Blankenheimer Grafen mit, dass sich aus vielen Dörfern seines Landes "junge Gesellen und Döchter" in fremde Länder begeben hatten und dort Dienste leisteten. Dazu stellte der Landesherr fest, dass dadurch "Uns und dem gantzen Vatterland" Schaden zugefügt werde. Er verwies außerdem darauf, dass "zum öfteren böse Krankheiten ins Land gebracht" wurden, 1665 stellte man in Blankenheim fest, dass "einige Wirth zuweilen den Wein sowohl als Bier vermengen, auch wohl mit Wasser auffüllen". Daraufhin setzte Reichsgraf Salentin Ernst fest, dass der für Steuern und Zölle zuständige Beamte und zwei Scheffen jede Woche "jedes Wirts Wein und Bier probieren" sollten. "Und damit dem gemeinen Manne bekannt seye, in welchem Preis Wein und Bier gesetzt seyen, soll solcher Preis allemal durch besagte Scheffen auf eine Tafel, so an der Thürr oder Vorhaus in jedes Wirtshaus hängen, geschrieben werden." H. P. Schiffer

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Hirtentor

Zuckerberg und Burgbergring: altes Fachwerkviertel mit Stadttor (Hirtentor) am Anstieg zur Burg gelegen. Sehenswert u. a.: das "Schmalste Haus" des Ortes mit nur 2 m Breite, das sich an das Hirtentor anlehnende Haus mit prächtigen Balkenschnitzereien und das älteste Haus von 1529 mit seinem "geschwungenen" Fachwerk. Für speziell Interessierte: Günter Nathan, Zuckerberg 8, berät zum Thema Sanierung und Restaurierung alter (Fachwerk-)Häuser, Tel.: 02449/8309. Unterhalb des Zuckerbergs entspringt die Ahr und ist im Verlauf bis zum Schlossweiher zu verfolgen

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