Blankenheim - Lommersdorf
(470 m, 613 Einwohner) Der Ortsteil liegt auf einer
Hochebene am Rand eines großen Waldgebietes. Das Erholungsgebiet um den
Freilinger See ist 1,5 km entfernt.
Lommersdorf war ebenfalls ein Teil der großen römischen
Siedlung, dessen Zentrum in Dollendorf lag. Auf einem ehemaligen römischen
Gutsgelände entstand im 5. Jh. die fränkische Siedlung Lommersdorf. Die Grafen
von Are, das älteste Grafengeschlecht der Eifel mit Stammburg in Altenahr
hatten längere Zeit die Oberherrschaft gehabt. Urkundlich erscheint Lommersdorf
im Jahre 975 als "in Villa Lumeresdorph in comitatu Zulpiche". Die
Arenberger Herren, verwandt mit den Grafen von Are, übernahmen später
Lommersdorf Es wurde bald der Hauptort der Herrschaft Arenberg. Als erster
bekannter Herrscher wird ein Heinrich von Arenberg (1166-1197) genannt, der
gleichzeitig Burggraf von Köln war. 1549 wurden die Herren von Arenberg zu
Reichsgrafen erhoben. Philipp Franz erhielt von Kaiser Ferdinand lll. im Jahre
1644 die herzogliche Würde verliehen Die Eitelherrschaften Schleiden und Kerpen
kamen unter Karl Maria Raimund zu Arenberg, das schon längere Zeit Besitzungen
in Belgien, Holland und Frankreich besaß. Die hochwertigen Lommersdorfer
Eisenerze gingen zum Großteil in die Lütticher Kanonenfabriken. Aus
Lommersdorfer Erz sollen sogar Waffen gewesen sein, die im amerikanischen Bürgerkrieg
(1861-1865) eingesetzt wurden. In der französischen Zeit war Lommersdorf eine
Mairie im Canton Blankenheim.
Die Pfarrkirche ist eine romanische Basilika mit altem Patrozinium der Apostel
Philipp und Jakob. Das Grabkreuz des Gerichtsschöffen Heinrich Brender befindet
sich am Aufgang zum Pfarrhaus.
weitere Infos unter www.lommersdorf.de

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